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Eine kleine Zeitreise durch Dunzweiler
29. April 1247
Ersterwähnung des Dorfes durch den Grafen Heinrich von Zweibrücken, in
einer Urkunde bei der es um eine Klage eines Herrn » Wilhelm von
Dutzwilre « gegen das naheliegende Kloster Wörschweiler geht.
Im Jahre 1547
Es wurden erstmals detaillierte Angaben über Dunzweiler gefunden in
einem sogenannten Oberamtsbuch des Oberamtes Zweibrücken, das auf
Anweisung des Herzog Wolfgang angelegt wurde.
Im Jahre 1564
Erste Beschreibung des Dunzweiler Banns durch den Geometer und
Kartographen Tilemann Stella aus Siegen.
27. April 1577
Im Laufe des 16. Jahrhunderts und letztlich an diesem Tag ist es dem
Grafen Herzog Johann von Pfalz-Zweibrücken gelungen nun auch die
letzten fremden Herrenrechte in Dunzweiler zu erwerben.
Im Jahre 1609
Entstehung einer ersten vollständigen Einwohnerliste als
Verzeichnis der Pfarrkinder der Filiale Dunzweiler angefertigt von
Pfarrer Simon Metzler dem damaligen Pfarrer von Ohmbach zu dem auch
Dunzweiler gehörte. Diese Liste beschreibt wohl auch die
vollständige Einwohnerzahl knapp vor dem 30 Jährigen Krieg.
In den Jahren 1609 - 1648
Schreckliche Verwüstungen durch den Krieg treffen auch den
Westrich, also unsere pfälzer Heimat. Im Zuge der Eroberung
Kaiserslauterns durch kaiserliche Armeen, blieb auch Dunzweiler nicht
verschont, und wurde Opfer von Plünderungen, Brandschatzungen und
eingeschleppten Krankheiten wie Pest und anderer Seuchen. In dieser
Zeit sind wohl auch die meisten der Dunzweiler Bauern und Handwerker
untergegangen.
Im Jahre 1648
Friedensschluss der erschöpften Kriegsparteien im
westfälischen Münster. Nach einer grossen
Bevölkerungsfluktuation der folgenden Jahre ist die Bewohneranzahl
erstmals nach dem Krieg 1675 mit 7 Familien und 1704 mit 14 Familien
benannt.
12. Februar 1673
Errichtung einer Gemeindeordnung mit Polizeivorschriften durch die
wiederbesiedelte Gemeinde. 1694 wurde diese alljährlich verlesene
Ordnung auch vom Amt Zweibrücken bestätigt und somit offiziell
und amtlich.
Im frühen 18. Jahrhundert
Grössere Streitigkeiten mit der Nachbargemeinde Dittweiler. Wobei
das bestrittene damalige Gelände bis heute seinen Namen
Streitgeawnn behalten hat.
Im Jahre 1759
Anfertigung eines Lagerbuches durch das Herzogtum
Pfalz-Zweibrücken, in dem genaustens durch Landvermesser
festgehalten wurde wer in welcher Gewann wieviel Land besass. Auch
wird in diesem Buch die damalige Anzahl an Häusern mit 30 - 35
beziffert.
Im Jahre 1776
Veröffentlichung einer Liste der damaligen Dunzweiler Untertanen
zur Huldigung des Karl August II der damals durch Erbverträge das
Herzogtum vom am 05.11.1775 gestorbenen Herzog Christian IV
übernahm. Diese Liste, die übrigens kurz vor der
französischen Revolution entstand, zählte damals 48
Familienoberhäupter, 16 volljährige Burschen und 2 ältere
Bewohner die wegen Alters und Gebrechens nicht erscheinen konnten.
Im Jahre 1793
Aufgabe des Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Der letzte Herzog Karl II
August musste damals seine Residenz Schloss Karlsberg fluchtartig
verlassen, als französische Revolutionstruppen sein Ländchen
besetzten, wobei wenig später das Schloss selbst den Flammen zum
Opfer fiel.
In den Jahren 1805 - 1845
Übernahme Dunzweilers durch das französische Kaiserreich
Napoleons und Eingliederung ins Saardepartement. Anhand einer auch
französisch beschrifteten Bannkarte der Dunzweiler Gemarkung
zeichnet sich in den folgenden Jahren ein sprunghaftes Anwachsen im
Bezug auf Bevölkerungszunahme Ausdehnung ab. Während 1805 von
50 Häusern die Rede ist spricht man 1845 bereits von 96.
Im Jahre 1816
Nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon durch den sogenannten Wiener
Kongress an das Königreich Bayern. Dessen Wittelsbacher Könige
übrigens die Nachkommen jenes 1776 erwähnten Herzogs Karl
August waren.
Im Jahre 1820
Der erste und somit älteste Grubenstollen wurde in den Berg
oberhalb der heutigen Straße nach Schmittweiler in den Berg
getrieben. Um 1820 wurde ein zweiter Stollen an gleicher Stelle
aufgehauen in dem wohl auch während des Krieges 1870/71 gearbeitet
wurde. Eine letzte Inbetriebnahme erfuhr der Stollen nach dem
1.Weltkrieg , jedoch wegen der starken Konkurrenz der Saarbergwerke
wurde er 1925 für immer zugeschüttet.
21. Juli 1845
Die bayrische Verwaltung beginnt damit die einzelnen Dörfer in
sogennannte Grundsteuerkataster zu erfassen, in denen bis ins Detail
das Land jedes Grundbesitzers sowie dessen Herkunft erfasst wurde. Im
Urkataster von Dunzweiler wurden damals 96 Wohngebäude,eine Kirche
und 3259 Parzellen Land ,jeweils einzeln aufgelistet erfasst.
Im Jahre 1912
Eine weitere Erwähnung der Dunzweiler Haushaltsvorstände,
sowie eine Auflistung der Amtspersonen findet sich im Adressbuch
für die Westpfalz Ausgabe Zweibrücken von 1911/12. Darin ist
unter anderem vermerkt, daß Dunzweiler damals 707 Einwohner hatte.
1. April 1948
Dunzweiler wird unter seinem Bürgermeister Alfred Pfaff von der
Gemeinde Waldmohr getrennt, und somit selbstständig. Es wurde ein
eigenes Bürgermeisteramt mit eigener Gemeindeverwaltung
geschaffen, dem wenig später am 1. Juni 1948 auch ein eigenes
Standesamt folgte.
1. Juni 1949
Mit Geldern der Landesregierung wurde am Lachrech ein neuer
Grubenstollen gegraben, welcher aber nach langer Bauzeit und wenig
rentablem Abbau wieder geschlossen wurde. Dennoch wurde der Plan nie
ganz verworfen Man wollte nach einem weiteren Gutachten sogar eine
Probebohrung machen. Die Gelder von 100.000,- DM waren bereits
genehmigt, wurden aber von der Bundesregierung kurzfristig auf Eis
gelegt und bis heute wurde nicht wieder gebohrt.
Im Jahre 1954
Aufzeichnungen aus jenem Jahr belegen die damalige Zahl von
Haushaltungen auf 380 mit insgesamt 1086 Personen. Damals finden sich
folgende selbstständige Betriebe in Dunzweiler:
6 Kolonialwarengeschäfte, 2 Autotransportgeschäfte,
1 Sandsteinbruch, 2 Lohndreschereien,
1 Getreidemühle, 4 Gastwirtschaften,
1 Diamantschleiferei, 1 Textilgrosshandlung,
1 Schuhgeschäft, 1 Obst- und Gemüsehandlung,
1 Eisenwarengeschäft und 1 Lichtspieltheater.
In den Jahren 1956/57
Die Landsiedlung Rheinland-Pfalz errichtet drei Aussiedlerhöfe auf
Dunzweiler Gemarkung. Dies waren der Lacherwaldhof und die beiden
Frauenfelderhöfe, die allesamt noch heute bewirtschaftet werden
und auch wesentlich zur Ortsansicht beitragen.
Im Jahre 1959
Baubeginn einer erstmaligen Kanalisation in Dunzweiler, die 1961 mit
dem Bau einer Abwasserkläranlage Ihre Fertigstellung erzielt.
20. Februar 1961
Planungsbeginn zum Bau eines neuen Schulhauses, da das alte 1840
erbaute Schulhaus völlig veraltet war. Nach durchführung der
Bauarbeiten in den Jahren 1963/64 wurde das neue Schulgebäude
schließlich am 11. Dezember 1964 eingeweiht. Drei Jahre später
wurde das alte Schulhaus abgerissen.
1. September 1971
Zusammenschlu£ der Gemeinden Dunzweiler, Breitenbach und Waldmohr
zur Verbandsgemeinde Waldmohr.Seit damals ist nun auch der Sitz der
Verbandsgemeindeverwaltung in Waldmohr.
5. Oktober 1985
Nach einigen Vermittlungsgesprächen und einem Schnupperbesuch im
Herbst 1984 kam es zu einer besiegelten Patnerschaft zu der
französischen Gemeinde Monchy-Lagache. Monchy-Lagache liegt rund
425 KM von Dunzweiler entfernt, etwa 100 KM nordöstlich von Paris.
Bis heute hat sich daraus eine rege Freundschaft entwickelt, die zu
gegebenen Anlässen immer wieder durch gegenseitige Besuche der
Gemeinden gefestigt wird.
Im Jahre 1997
Zusammen mit dem 15. Kreisheimattag feiert Dunzweiler sein 750
jähriges Bestehen mit einem dreitägigen Fest mit grossem
Festzelt auf dem Festplatz Hertel. |
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